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Grabsteine

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Gauermann

Jakob GAUERMANN
geb. 03.09.1773
gest. 27.03.1843 in Wien, bestattet am Hundsturmer Friedhof; am 08.10.1910 exhumiert und auf den Zentralfriedhof (Gr.0,Nr.59) überführt.
Maler

Ölgemälde: "Beim Kornbinden" (fec.1819)


Besitzer des Originals bzw. der VorlageAdler-Mitglied GH
Verknüpft mitJakob Gauermann (Beruf)

aufgelassen (jetzt Haydnpark), Friedhof, Hundsthurm, Untermeidling, Meidling, 12., Wien, Österreich

Notizen: 1120 Wien, Gaudenzdorfer Gürtel

Historischer Überblick zum aufgelassenen Hundsturmer Friedhof (heute Haydnpark)
Der Hundsturmer Friedhof (ursprünglich Friedhof vor der Hundsthurmer- oder Schönbrunner-Linie) im heutigen 12. Wiener Gemeindebezirk Meidling zählt zu den historisch bedeutendsten Begräbnisstätten der josephinischen Epoche in Wien.

• Gründung und Entwicklung (1783–1874): Er wurde im Zuge der Reformen von Kaiser Joseph II. im Jahr 1783 außerhalb des Linienwalls angelegt und gehörte zu den fünf ursprünglichen Wiener Kommunalfriedhöfen. Mit einer Fläche von rund 31.000 m² war er der kleinste dieser fünf Gottesäcker. Wegen des rasanten Bevölkerungswachstums der Vororte wurde das Areal 1856 nach Süden hin auf mehr als das Doppelte erweitert.

• Schließung und Umwandlung (1874–1926): Nach der Eröffnung des Wiener Zentralfriedhofs wurde der Hundsturmer Friedhof im Dezember 1874 für reguläre Neubestattungen gesperrt. Die endgültige Schließung und Räumung zog sich bis zum Jahr 1910 hin. Im Jahr 1926 wurde das ehemalige Friedhofsareal schließlich in eine öffentliche Parkanlage – den heutigen Haydnpark – umgewandelt.

• Das Grab von Joseph Haydn: Der berühmteste hier bestattete Bürger war der Komponist Joseph Haydn († 31. Mai 1809). Seine sterblichen Überreste wurden bereits im November 1820 nach Eisenstadt in die Bergkirche überführt (wobei sich der spektakuläre Diebstahl seines Schädels durch Anhänger der Gall’schen Schädellehre herausstellte). Der originale, 1814 von seinem Schüler Sigismund von Neukomm gestiftete Grabstein mit der Inschrift „Non omnis moriar“ („Ich werde nicht ganz sterben“) blieb als einziges Grabmal vor Ort erhalten und erinnert bis heute im Park an den ehemaligen Friedhof.

Genealogischer Hinweis zu den Matriken:
Da der Friedhof im Einzugsgebiet der Vorstadt Gumpendorf lag, wurden die Beisetzungen primär in den Sterbebüchern der Rk. Pfarre Gumpendorf (St. Ägyd) sowie nachfolgend in den Pfarren der umliegenden ehemaligen Vororte (wie Meidling oder Hundsturm) verzeichnet. Die historischen Matriken sind online über das Archivportal Matricula Online einsehbar.


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