Rudolph von Paar, (Freiherr von)

Rudolph von Paar, (Freiherr von)[1]

männlich - 1626

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  • Name Rudolph von Paar 
    Suffix (Freiherr von) 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 1626 
    Personen-Kennung I310091  ADLER-Namensindex
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mai 2014 

  • Fotos
    (10) 1619-1620: Rudolph Freiherr von Paar (* ..., † 1626)
    (10) 1619-1620: Rudolph Freiherr von Paar (* ..., † 1626)
    Oberststallmeister (Signatur G-171)
    Porträt nach einem in der k. k. Familien-Fideicommiss-Bibliothek befindlichen Kupferstiche aus Franz Christoph Khevenhiller’s Annales Ferdinandei a. 1722.

  • Notizen 
    • Kaiser Friedrich erhob im Jahre 1170 die im Mailändischen und Bergamaskischen ansässigen Herren Belli-Boni oder Bellidori von Casino (Casnio) in den Reichs-Freiherrenstand und gab ihnen das Schloss und die Stadt Paare am rechten Serioufer in der Nähe von Clusone als Reichslehen.

      Nach dieser Verleihung legten sie den früheren Namen ab und nannten sich Reichsfreiherren von Paar. Peter Josef Freiherr von Paar erwarb sich bei Einführung des Postwesens in Oesterreich grosse Verdienste, und Kaiser Ferdinand I. bestätigte ihm und seinem Bruder die von Kaiser Maximilian I. erlangten Privilegien. Er erwarb die Herrschaft Hartberg in Steiermark und erhielt 1570 von Kaiser Rudolph II. für den jedesmaligen Stammältesten das Erbland-Postmeisteramt in Steiermark. Das Oberst-Hof-Postmeisteramt für Oesterreich ober und unter der Enns wurde als Mannslehen von Kaiser Ferdinand II. dem Grafen Johann Christoph am 4. September 1624 verliehen.

      Rudolph Freiherr von Paar, Herr zu Strakonitz, Commendator zu Fürstenfeld und Medling, Geheimer Rath und Kämmerer, ein Sohn des Johann Baptist Freiherrn von Paar und der Afra Sidonie Freiin von Haimb, wurde 1594 in den Malteserorden aufgenommen und vom Kaiser Ferdinand II. zum k. k. Oberststallmeister ernannt.

      Er war berühmt durch seine ganz hervorragende Uebung und Tüchtigkeit in den Ritterspielen, stand in grossem Ansehen und erfreute sich der besonderen Gunst und Zuneigung seines höchsten Herrn. In späteren Jahren überschritt er jedoch die Gränzen seiner Stellung und musste in Folge dessen den Hof verlassen. — Um das Jahr 1620 fand eine Aussöhnung statt und erhielt er die »Obersten Stelle von Carlsstadt«. Im Jahre 1626 zum Grossprior des Malteserordens erwählt, starb er aber, ohne diese Würde in Besitz genommen zu haben.

  • Quellen 
    1. [S20] ADLER-Archiv-G-171., Kaiserlich und königliches Oberststallmeisteramt, (Selbstverlag des kaiserlichen und königlichen Oberststallmeisteramtes), G-171..