Maximilian Liechtenstein, (Fürst)[1]

männlich 1578 - 1643  (64 Jahre)


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  • Name Maximilian Liechtenstein 
    Suffix (Fürst) 
    Geboren 6 Nov 1578 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 28 Apr 1643 
    Personen-Kennung I310116  ADLER-Namensindex
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mai 2014 

  • Notizen 
    • (ohne Bild)
      (VIII) 1613-1615: Maximilian Fürst Liechtenstein (* 6. November 1578, † 28. April 1643)

      Die »Liechtensteine« zählen zu den ältesten Familien des österreichischen Adels. Die früheste urkundliche Spur, von hypothetischen Nachrichten abgesehen, findet sich im Saalbuche von Klosterneuburg aus der Zeit des Markgrafen Leopold III. (1125-1137), wo ein Hugo von Liechtenstein als Zeuge erscheint. Ditmar von Liechtenstein fertigte 1140 Adelrams von Waldeck Gründung des Stiftes Seckau, schenkte 1182 Klosterneuburg ansehnliche Güter und war der erste Erbkämmerer in Steiermark. Dessen Sohn Ulrich, der durch seine »Fahrten« berühmte Ritter und Sänger, ist der Stifter der steirischen (Murau), Heinrich der der mährischen (Nikolsburg) Linie. Durch Heiraten traten die Liechtensteine in Verwandtschaft mit den ersten Fürstenhäusern Europas. Dem Kaiser Ferdinand II. werden die Worte zugeschrieben: »So lange drei Steine (Herberstein, Dietrichstein, Liechtenstein) und drei Berge (Eggenberg, Starhemberg, Werdenberg) in Oesterreich bestehen, kann nimmer es zu Grunde gehen.«

      Maximilian, Sohn Hartmann II., war am 6. November 1578 geboren, vermählte sich 1597 mit der zweiten Tochter und Erbin Johanns von Boskowitz, Catharina; die Ehe blieb kinderlos.

      Anfänglich im Hofdienste, wurde er 1601 zum kaiserlichen Reichshofrath- und Kammerherrn, am 12. April 1608 zum obersten Feldzeugmeister bei der Armee, welche Mathias gegen Böhmen führte, ernannt und nahm dann 1612 an dem Kriege des Erzherzogs Ferdinand gegen die Venetianer Theil.

      Im Jahre 1613 war Maximilian Kaiser Mathias’ Rath und Oberststallmeister und erhielt am 22. September 1614 in dieser Eigenschaft den Auftrag, anlässlich der Reorganisation des Kammerwesens auch für den Hofmarstall seine Anträge zu stellen.

      Im October 1623 in den Fürstenstand erhoben, wurde ihm 1628 das Incolat von Böhmen verliehen und selbes in die böhmische Landtafel aufgenommen.

      Plötzlich entsagte Maximilian dem Weltleben und liess zu Wranau bei Brünn 1633 Kirche und Kloster erbauen, um hier als Laienbruder seine Tage zu beschliessen; er brachte jedoch diesen Entschluss nicht zur Ausführung, denn im Jahre 1638 folgte er einem an ihn ergangenen Rufe, übernahm den Oberbefehl in der Festung Raab und wurde daselbst am 28. April 1643 vom Tode ereilt

      Sein Leichnam wurde, wie er es angeordnet hatte, nach Wranau überführt und hier im Kleide des Paulanerordens beerdigt, in den er sich 1635 hatte aufnehmen lassen.

  • Quellen 
    1. [S20] ADLER-Archiv-G-171., Kaiserlich und königliches Oberststallmeisteramt, (Selbstverlag des kaiserlichen und königlichen Oberststallmeisteramtes), G-171..