Franz Anton Starhemberg, (Graf)

Franz Anton Starhemberg, (Graf)[1]

männlich 1681 - 1743  (61 Jahre)

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  • Name Franz Anton Starhemberg 
    Suffix (Graf) 
    Geboren 30 Jul 1681 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 7 Mai 1743  Prag, Hlavní město Praha, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I310104  ADLER-Namensindex
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mai 2014 

  • Ereignis-Karte
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  • Fotos
    (23) 1738-1742: Franz Anton Graf Starhemberg (* 30. Juli 1681, † 7. Mai 1743)
    (23) 1738-1742: Franz Anton Graf Starhemberg (* 30. Juli 1681, † 7. Mai 1743)
    Oberststallmeister (Signatur G-171)
    Porträt nach einem im Besitze Seiner Durchlaucht des Fürsten Camillo Starhemberg befindlichen Oelgemälde in Linz.

  • Notizen 
    • Jene Adelsgeschlechter, die zur Zeit der Babenberger nach Oesterreich kamen oder schon hier begütert erschienen, wurden, da eben ihrer zwölf waren, Landes-Apostelfamilien genannt; zu diesen Familien zählen auch die Starhemberge, die ihr Geschlecht bis auf die Mitte des 10. Jahrhunderts zurückführen, in welchem Ottokar I. der erste Markgraf in Steiermark war.

      Der Erste der Familie, der urkundlich erwähnt wird, ist Gundaker de stira, welcher als Zeuge unter den Ministerialen Ottokars VI. aufgeführt ist, als dieser zwischen 1092 und 1112 die Kirche zu Haselpach, jetzt St. Magdalena bei Linz, dem Kloster Garsten schenkte. In Urkunden des 12. Jahrhunderts wiederholt sich der Name Gundaker de stira. Im Jahre 1198 endlich erhielt Gundakerus de steir von Wolfker, Bischof von Passau, das Schloss Wildberg bei Linz zu Lehen, das seither ununterbrochen in dem Besitze des Hauses Starhemberg geblieben ist. Auch soll dieser Gundaker den Bau der Burg Starhemberg bei Haag im Hausruckviertel begonnen haben, von welchem seine Nachkommen später den Namen erhielten. Im Jahre 12 38 kommen die Brüder Gundacher und Dietmar von Styre in einer Urkunde von Gleink, 1243 Gundacher de Storchinberg (Starhemberg) nebst Dietmar de stiera in einer Urkunde des Stiftes St. Florian vor. Um dieselbe Zeit trennte sich der Stamm in zwei Zweige. Von Gundaker stammen die oberösterreichischen Starhemberge, von Dietmar die Losensteine ab. Diese starben aber 1692 mit Franz Anton aus, und dessen weitläufige Besitzungen im Lande ob der Enns kamen durch Heirat an die Fürsten von Auersperg. Hans von Starhemberg zog im Jahre 1436 mit Herzog Friedrich von Oesterreich nach Palästina, sein Bruder Ulrich begleitete den Kaiser Friedrich IV. 1452 auf seinem Römerzuge und war unter den Edlen, welche der Kaiser auf der über die Tiber führenden Engelsbrücke zu Rittern schlug.

      Die verschiedenen Linien des Geschlechtes erloschen alle nach einigen Generationen, bis auf die Erasmus I., geboren 1493, gestorben 1560, welcher das Geschlecht fortpflanzte.

      Heinrich Wilhelm von Starhemberg wurde 1643 für seine als Obersthofmarschall geleisteten ausgezeichneten Dienste vom Kaiser Ferdinand III. in den Reichsgrafenstand erhoben, welche Standeserhöhung, auf das gesammte Haus Starhemberg ausgedehnt, die Bestätigung von Seite Kaiser Leopold I. erhielt.

      Mit Georg Adam Grafen Starhemberg, dem fünften Sohne Konrad Sigmund Grafen Starhemberg’s, geboren 10. August 1724, gestorben 19. April 1807, wurde das Geschlecht gefürstet, indem dieser von Maria Theresia mit Diplom vom 13. November 1765 in den erbländischen Fürstenstand und von Kaiser Joseph II. mit Diplom vom 18. November 1765 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde.

      Franz Anton Graf Starhemberg, ein Sohn Gundaker Thomas Starhemberg’s, war zu Prag am 30. Juli 1681 geboren. Der Graf bekleidete nahezu alle Hofämter: er wurde 1713 Kämmerer, 1728 österreichischer Principalgesandter auf dem Reichstage zu Regensburg, 1733 Obersthofmeister bei der Erzherzogin Maria Theresia, wirklicher Geheimer Rath und 1738 Oberststallmeister.

      Nach Zurücklegung dieser Hofwürde begleitete er im Jahre 1743 die Kaiserin Maria Theresia zur Krönung nach Prag.

      Er war seit 25. November 1 714 mit Maria Antonia, der jüngsten Tochter des Vertheidigers von Wien bei der Türkenbelagerung 1683, Ernst Rüdigers Grafen Starhemberg, vermählt, welche ihm wenige Monate im Tode vorausging und drei Söhne und drei Töchter geboren hatte.

      Der Graf starb am 7. Mai 1743 zu Prag.

  • Quellen 
    1. [S20] ADLER-Archiv-G-171., Kaiserlich und königliches Oberststallmeisteramt, (Selbstverlag des kaiserlichen und königlichen Oberststallmeisteramtes), G-171..