Leopold Mathias Lamberg, (Fürst)

Leopold Mathias Lamberg, (Fürst)[1]

männlich 1667 - 1711  (44 Jahre)

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  • Name Leopold Mathias Lamberg 
    Suffix (Fürst) 
    Geboren 23 Feb 1667 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 10 Mrz 1711 
    Personen-Kennung I310100  ADLER-Namensindex
    Zuletzt bearbeitet am 3 Mai 2014 

  • Fotos
    (19) 1709-1711: Leopold Mathias Fürst Lamberg (* 23. Februar 1667, † 10. März 1711)
    (19) 1709-1711: Leopold Mathias Fürst Lamberg (* 23. Februar 1667, † 10. März 1711)
    Oberststallmeister (Signatur G-171)
    Porträt nach einem im Besitze Sr. Durchlaucht des Herrn Gustav Fürsten Lamberg befindlichen Oelgemälde.

  • Notizen 
    • Die Herren, jetzt Fürsten und Grafen von Lamberg, ein deutsches Adelsgeschlecht, hiessen früher, wie Jacob Freiherr von Lamberg in der Geschichte seines Hauses 1559 mittheilt, von Rittersberg. Einer dieses Geschlechtes, welcher an einem Fusse lahm war, erhielt den Beinamen »der Lahme«, und darnach wurden auch die Anderen »die Lamberger« genannt, welche Bezeichnung in der Folgezeit zum Familiennamen wurde.

      Volrad I., Herr von Lamberg, gestorben 1177, und Walther von Lamberg werden in einem Stiftungsbriefe des Klosters St. Andrä an der Traisen 1161 angeführt.

      Von Wilhelm I., welcher 1322 in der Schlacht bei Mühldorf für Kaiser Friedrich den Schönen gefochten, vermählt mit Juta von unbekannter Familie, beginnt die ordentliche Stammreihe des Geschlechtes, und der Sohn desselben, Wilhelm II., liess sich zuerst in Krain nieder. Casper III., gestorben 1544, erlangte mit seinen Brüdern 1492 den Freiherrenstand und für sich und seine Nachkommen das Oberst-Erbland-Stallmeisteramt in Krain und der windischen Mark.

      Im Jahre 1524 wurde das Geschlecht bei der niederösterreichischen Landschaft dem Herrenstande einverleibt.

      Leopold Mathias Fürst von Lamberg, Landgraf zu Leuchtenberg, Freiherr auf Orteneck und Ottenstein, war geboren zu Wien am 23. Februar 1667, als der älteste Sohn Franz Josephs Grafen von Lamberg; Kaiser Leopold I. war Taufpathe des Neugeborenen.

      Graf Lamberg erfreute sich hoher Gunst bei Hofe und hatte das Glück, das Wohlwollen Kaiser Joseph I. bis an sein Lebensende zu geniessen. Er wurde demselben, während er Kronprinz war, als Kammerherr zugetheilt, 1692 Hofkammerrath und Oberstjägermeister, 1700 Ritter des goldenen Vliesses, 1707 für sich und die männliche Descendenz nach dem Rechte der Erstgeburt am 1. November in den Fürstenstand erhoben und nach dem Tode des Fürsten Dietrichstein 1708 zum k. k. Oberststallmeister ernannt; auch wurde ihm und seinen Erben die Würde des Erblandjägermeisters für Oesterreich ob der Enns verliehen. Am 11. Juli 1709 wurde er als freier des heiligen römischen Reiches Landgraf zu Leuchtenberg erklärt.

      Seine Gemahlin Claudia Gräfin von Künigl, welche ihm am 5. December 1710 im Tode voranging, gebar ihm fünf Kinder.

      Der Fürst starb zu Wien am 10. März 1711 und wurde in der Lamberg’schen Gruft bei den Augustinern beerdigt.

  • Quellen 
    1. [S20] ADLER-Archiv-G-171., Kaiserlich und königliches Oberststallmeisteramt, (Selbstverlag des kaiserlichen und königlichen Oberststallmeisteramtes), G-171..